In ökonomisch schwierigen Zeiten ist es gerade die rechtsextreme Szene, die einen Aufwind verspürt. Sie nutzen die bereits vorhandenen Ängste um Arbeitsplätze und schüren diese noch weiter durch bewusste Falschinformation der Bevölkerung.

Dass Behauptungen wie “AusländerInnen nehmen ÖsterreicherInnen die Arbeitsplätze weg!”, “Alle AusländerInnen sind kriminell!”, oder “In Österreich gibt es eine schleichende Islamisierung!”, keine empirischen Zahlen und Fakten vorliegen ist dabei anscheinend nebensächlich.

“Vor allem die aggressive neoliberale Wirtschaftspolitik, wie sie vor allem von Parteien wie der ÖVP gelebt wird, ist es, die das Land in die Krise gestürzt hat. Steigende Arbeitslosigkeit und die große Ungerechtigkeit bei der Verteilung von Vermögen bilden den perfekten Nährboden für die aggressive Propaganda von rechtspopulistischen Parteien. Anstatt die Menschen für Verteilungsgerechtigkeit und ein solidarisches Wirtschaftssystem zu mobilisieren, wird sie durch Menschenhetze gespalten!”, so Mario Dujakovic, Vorsitzender der Jungen Generation Kremstal.

Landeshauptmann Pühringer sieht keinen Handlungsbedarf. Er bestreitet das Erstarken der rechtsextremen Szene in OÖ, doch die erst kürzlich bekannt gewordene Kandidatur der rechtsextremen Nationalen Volkspartei (NVP) bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie prekär die Lage wirklich ist. Mit Parolen wie: “Multikulti ist die systematische Zerstörung der Gesellschaft, demzufolge folgt der Volkstod.”, oder “Die Österreicher sind Deutsche.”, versucht die Partei das demokratische Gefüge unserer Gesellschaft zum Einsturz zu bringen. Die einzige Antwort darauf kann nur konsequente antifaschistische Arbeit sein.

“Die ‘schwarz-blau-orange’ Koalition hat Rechtsparteien wieder salonfähig gemacht und dadurch jahrelange Sensibilisierungsarbeit zerstört. Hakenkreuze und versteckte nationalsozialistische Botschaften wie zum Beispiel der Code ’88′ für ‘Heil Hitler’ sind gerade bei jungen Menschen wieder populär. Sie sind es, die unter der Wirtschaftskrise am meisten zu leiden und den größten Anstieg an Arbeitslosigkeit zu erleiden haben. FPÖ, BZÖ und NVP bieten ihnen vermeintlich einfache Lösungen bzw. Schuldige für ihre Lage. Jedoch ist die Antwort auf diese Krise keine Einfache. Rassismus und Menschenhatz haben noch nie Arbeitsplätze geschaffen und werden es auch nie.”, gibt Mario Dujakovic weiter zu bedenken.

Deshalb konzentriert die JG Kremstal ihre politische Arbeit nun auf antifaschistische Aufklärung. Neben vielen aktionistischen Straßen-Events organisiert sie eine Fahrt ins KZ Mauthausen am 29.08.2009, damit niemals vergessen wird, wohin dieser Faschismus unser Land einmal geführt hat. Als Abschluss der Kampagne gibt es einen Vortrag mit Podiumsdiskussion und anschließendem Film. Dazu lädt die JG Kremstal herzlich ein:

Wann?

10. September 2009
19:00 Uhr

Wo?

Sparkassensaal Neuhofen

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Als Vortragenden können wir MAS Christian Schörkhuber, Geschäftsführer der Volkshilfe – Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung begrüßen. Er wird auch gemeinsam, u.a. mit Mümtaz Karakurt, Geschäftsführer von migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ, das Podium für die darauffolgende Diskussion besetzen. Danach gibt es den Kurzfilm “Der Fremde im Spiegel”, der sich mit der Alltagssituation von MigrantInnen auseinandersetzt. Es ist bestimmt für jedeN etwas dabei. In diesem Sinne: Für eine solidarische Gesellschaft – Unite Against Racism!

Auf Dein Kommen freut sich das Team der JG Kremstal!

Homepage der Volkshilfe – Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung
Homepage von migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ
Kurz-Info zu Mümtaz Karakurt
Film-Info “Der Fremde im Spiegel”